Marianne Rein – eine jüdische Schriftstellerin in Würzburg – Absage der Veranstaltung

Aufgrund der aktuell äußerst angespannten Corona-Lage verzichten wir auf eine Präsenzveranstaltung und zeichnen stattdessen den Vortrag mit Rezitation und Musik auf. Sie können diese Aufzeichnung nach dem 29. November 2021 gerne hier auf der Homepage der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg und Unterfranken e.V. abrufen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Am 27. November 1941 setzte sich der erste Deportationszug aus Würzburg in Richtung Riga in Bewegung. Dort war das Gut Jungfernhof von den Nationalsozialisten zu einem Sammellager vor allem für Juden und Jüdinnen umgebaut worden, deren systematische Deportation auch aus Unter­franken damals begann. Am 2. Dezember 1941 kam der Zug in Riga-Jungfernhof an. Unter ihnen befanden sich auch ­Marianne Rein und ihre Mutter ­Hedwig, geb. Schwabacher. Die Ankömmlinge starben an Hunger und Kälte oder ­wurden bei späteren Massenerschießungen ermordet. Wie das Leben von Hedwig und Marianne Rein endete, wissen wir nicht.

Marianne Rein

Mit einer besonderen Abendveranstaltung gedenkt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg und Unterfranken fast auf den Tag genau am 80. Jahrestag der ersten Deportation der über 200 Juden und Jüdinnen, die damals aus Würzburg nach Riga-Jungfernhof verbracht worden waren.

Der Abend richtet das Augenmerk noch einmal auf die junge Würzburger Literatin Marianne Rein, deren zumeist unveröffentlichte Gedichte und Erzählungen vor erst 10 Jahren von Rosa Grimm aus erhaltenen Briefen sorgsam zusammengetragen und in zwei Bänden publiziert wurden.

Wir freuen uns, mit Frau Professor Dr. Ina Karg, bis 2015 Professorin für Didaktik der Deutschen Sprache und Literatur an der Georg-August Universität Göttingen, eine Literaturwissenschaftlerin gewonnen zu haben, die uns Marianne Rein und ihr abgebrochenes Lebenswerk an diesem Abend noch einmal näher bringen wird.
Begleitet wird der Vortrag mit Rezitationen ausgewählter Gedichte durch Edith Abels, Schauspielerin und Sprecherin.
Der Abend schließt mit Improvisatio­nen der bekannten Geigerin Ella ­Bulatova, Kulturmedaillenträgerin der Stadt Würzburg.

Sie sind herzlich eingeladen!

Ein Programmheft mit 10 Gedichten von Marianne Rein in deutscher Sprache mit russischer Übersetzung durch Regina Kon liegt am Abend aus.

Es gilt die 2G-Regel, d.h. nur nachweislich vollständig geimpfte und genesene Personen haben Zugang zur Veranstaltung. Bitte halten Sie die erforderlichen Nachweise am Eingang bereit. Einlass ist ab 18 Uhr. Im Falle, dass sich die Lage der Krankenhäuser weiter verschlechtert und die 2G-Regel (geimpft, genesen plus Test) verbindlich einzuhalten wäre, wird auf eine Präsenzveranstaltung verzichtet. Mögliche Änderungen entnehmen Sie bitte zeitnah der Tagespresse. 

In jedem Fall wird der Vortrag an diesem Abend aufgezeichnet. Er kann nach der Veranstaltung auf der Homepage der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Würzburg und Unterfranken e.V. unter www.christlich-juedische-wuerzburg.de abgerufen werden. 

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Gesellschaft für
christlich-jüdische Zusammenarbeit in Würzburg und Unterfranken e.V.

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