Sonntag, 28. Juni 2026, 18 Uhr – Jüdisches Gemeinde-
und Kulturzentrum »Shalom Europa« Valentin-Becker-Straße 11, 97072 Würzburg
Bernhard Stengele – Moderation / Rezitation
Christiane Nothofer – Rezitation
Milena Ivanova – Komposition / Cello
Daniel Delgado – Klavier
Von 1938 bis 1941 schreibt Marianne Rein an Jacob Picard – eine intensive Korrespondenz, die bisher unveröffentlicht blieb. Die Briefe zeigen eine Frau, die emotional, direkt und ungewöhnlich offen schreibt. Sie spricht über Literatur und Poesie, über Nähe und Distanz, über die Schwierigkeiten der Kommunikation und über Liebe. Diese Briefsammlung gewährt Einblick in eine komplexe Beziehung und in das Leben einer jüdischen Frau in einer Zeit zunehmender Bedrohung. Marianne Reins Briefe berühren und verstören manchmal durch ihre Direktheit. Sie schreibt mit einer Neugierde und Kreativität, die bemerkenswert ist angesichts der Umstände, unter denen diese Korrespondenz entstand.
Die Briefe sind mehr als persönliche Dokumente. Sie werfen Fragen auf über menschliche Verbindungen, über künstlerischen Austausch und die Bedeutung von Sprache. Marianne Reins Stimme ist lebendig und unmittelbar – sie spricht auch heute noch zu uns. Diese Edition macht eine vergessene Stimme der deutsch-jüdischen Kulturgeschichte zugänglich. Ein wichtiger Beitrag zur Briefliteratur und zur Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland, der zugleich eine sehr persönliche, menschliche Geschichte erzählt.
Die Buchvorstellung wird veranstaltet von Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Würzburg und Unterfranken e. V., der Domschule Würzburg sowie dem Bezirk Unterfranken, mitgetragen vom Lehrstuhl für Altes Testament in Würzburg, dem Johanna-Stahl-Zentrum Würzburg, dem Würzburger AK Stolpersteine, dem Stadtarchiv Würzburg sowie der Leseaktion »Würzburg liest ein Buch«

»Ach, mein Joggele!«
Briefe von Marianne Dora Rein an Jacob Picard 1938–1941
Herausgegeben von Rosa Grimm
Verlag Königshausen & Neumann
ISBN 978-3-8260-9711-9




